Das letzte Präsenzwochenende von Educational Media war für mich ein vorläufiger Abschied: Ich habe zunächst ein Urlaubssemester genommen und bin damit nicht mehr in meiner Lerngruppe, den Edumaniax. Was schade ist - denn es ist eine wirklich nette Truppe, wie ja auch in den Beschreibungen unseres letzten Gruppentreffens in verschiedenen Blogs deutlich wurde. Nun hoffe ich, dass die vielen versprochenen Berlin-Reisen auch stattfinden - vielleicht kommt Barbara ja schon zum Wohnzimmerkonzert des Mannenkoors in ein paar Tagen. Oder?
Ist das ein Druckfehler? hab ich mich als erstes gefragt. Nein, ein Wortspiel: Der Betreiber dieses Blogs heißt Fisch und ist Lehrer an der Arapahoe High School, Colorado, USA. Der Blog bietet einen Rahmen, in dem Lehrer Konstruktivismus und die neuen Lernformen des 21. Jahrhunderts diskutieren.
Der aktuelle Eintrag beschreibt eine Podiumsdiskussion über die Kompetenzen, die heute aufwachsende Schüler brauchen: Ist es eher Wissen - oder eher Fähigkeiten, unter anderem die Fähigkeit, Neues zu erlernen? Gibt es Widersprüche zwischen der Anforderung, individuell erfolgreich zu sein, und als Mitglied eines Teams Erfolg zu haben?
Einen Moment dachte ich, dass alle Fragen, die sich um Erziehen drehen, über die Jahrhunderte eine gewisse Konstanz haben, und sich nur die Form ändert (also jetzt eben web 2.0). Aber ganz so stimmt es natürlich auch nicht: Denn der Übergang vom ‘Stofflernen’ zum ‘Lernenlernen’ hat durchaus das Zeug zu einer kleinen Kulturrevolution.
In jedem Fall: Ein interessanter Link!
Im Rahmen des einmaligen Kulturfestivals “48 Stunden Neukölln” gibt es ein Wohnzimmerkonzert des Mannenkoors.
Mehr zum Mannenkoor…

Was Studierende bei Educational Media schon längst wissen, steht jetzt auch in der Berliner Zeitung: e-Learning kann, muss aber nicht selbstständiges Lernen unterstützen. Ganz im Gegenteil kann es passieren, dass Schüler mit den teuren Laptops nur rumdaddeln, aber dabei eigentlich überhaupt nichts lernen, oder jedenfalls nichts, was nach gängiger Vorstellung gelernt werden sollte. Interessant auch: Es stimmt nicht, dass Computerbenutzer bessere Lerner sind als Nicht-Nutzer; rechnet man sozio-ökonomische Faktoren heraus, dann ist es gerade umgekehrt….
In Baden-Württemberg schlagen 100 Schulleiter Alarm: Sie fordern den überfälligen Wechsel vom dreigliedrigen Schulsystem zur Gemeinschaftsschule. Das ist schon ein bisschen erstaunlich, denn erstens sind die politischen Vorzeichen im Ländle sehr eindeutig FÜR das dreigliedrige System, und zweitens gehört Baden-Württemberg mit Bayern zu den Ländern, die bisher eher mit einem gewissen Naserümpfen auf die angeblich gleichmacherisch geprägten Nordländer geblickt haben. Nun aber scheinen auch im Süden die Probleme an Haupt- und Sonderschulen so massiv zu werden, dass massiv nach einer Strukturreform gerufen wird. Die Forderung ist allerdings von der Landesregierung gleich zurückgewiesen worden. In Berlin hat der Senat derweil den Beginn der Pilotphase zur Gemeinschaftsschule beschlossen - allerdings, wie es scheint, leider mit ein paar Pferdefüßen gespickt: So sei die Rolle der Schüler und Eltern bei der Gestaltung der Gemeinschaftsschule zu gering, so jedenfalls Rita Süßmuths Stellungnahme in einer Sitzung des Beirats des Programms.
Fazit: Beim Thema Gemeinschaftsschule funktionieren die üblichen Rechts-Links-Schemata ganz prächtig - zum Schaden der Haupt- und Sonderschüler, die am Ende einen beinah wertlosen Abschluss in der Tasche haben - bzw. unter anderen Vorzeichen zu geringe Möglichkeiten haben, das Schulleben aktiv mitzugestalten.
Wer das auch schon immer wissen wollte: Jetzt ist Hilfe in Sicht. Nach Eigenauskunft ‘eine weitere dämliche Anwendung für google Maps’ gibt genau den gegenüberliegenden Punkt an; zu etwa 70 % landet man dabei natürlich irgendwo in den auch von google earth nicht näher beleuchteten Tiefen der Ozeane, aber ein paar Kombis Land-zu-Land gibt es auch, etwa von Südamerika nach Sibirien. http://map.talleye.com/bighole.php
Februar 7, 2007 – 10:38 am
Eine Studie des Zentrums für Entwicklungsforschung (Uni Bonn) kommt zu klaren Ergebnissen: Internet und Mobiltelefone sind die wichtigsten Informationsquellen in afrikanischen Ländern südlich der Sahara und zudem wichtige Instrumente demokratischer Entwicklung. Im Zuge der Studie wurden 200 Nicht-Regierungs-Organisationen in Kenia, Äthiopien und Südafrika befragt. Erstaunlich: Nach Ansicht der Befragten hat die Förderung von Informations- und Kommunikationstechnologien einen ähnlich hohen Stellenwert wie die Förderung der Grundbedürfnisse - als zentrale Informationsquellen in Zeiten rasanten gesellschaftlichen Wandels. Für die Befragten haben neue Medien (Internet, Handy, Computer) inzwischen eine wichtigere Bedeutung als klassische Medien (TV, Radio, Zeitung).
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Januar 30, 2007 – 11:04 am
In einem Artikel über psychologische Forschungsdesigns bin ich eben auf folgende Blüte gestoßen, in der ‘Reifung’ als ‘Störfaktor’ identifiziert wird:
“Wie gut das A-B-Desing interpretierbar ist, hängt mitunter auch von den Daten ab, sowie von den Möglichkeiten, die potentiellen Störfaktoren (insbesondere Reifung und zwischenzeitliches Ereignis) sonstwie zu kontrollieren. ”
Quelle: http://www.phil.uni-sb.de/~jakobs/seminar/vpl/einzel/einzelfall.htm#multiple