Einer der bekanntesten Atheisten unserer Zeit, der amerikanische Wissenschaftler Richard Dawkins, stellt in seinem Buch vom “Gotteswahn” unter anderem die These auf, dass Bildung und Religiosität negativ korrelieren, das heißt: Je höher das Bildungsniveau, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer religiösen Einstellung und umgekehrt.
Wie schätzt man vor diesem Hintergrund die Meldung ein, dass Albert Einstein - gemäß seiner jetzt erschienenen Biographie - die Religion als “kindlichen Aberglauben” bezeichnet hat? “Für mich ist der Begriff ‘Gott’ ein Ausdruck menschlicher Schwäche; die Bibel eine Sammlung ehrenwerter, aber primitiver Märchen”, so jedenfalls schrieb Einstein im Jahr 1954 an den Philosophen Eric Gutkind.
Ist er - als Schulversager und begnadeter Wissenschaftler in einer Person - Ausnahme oder Bestätigung der Regel?