Vorwahlen in den USA: Bei den Demokraten läuft es auf einen Zweikampf zwischen Obama und Clinton hinaus - historisch erstmalig also zwischen einem Schwarzen und einer Frau. Aber sind die Amerikaner reif für eine Präsidentin? Oder einen schwarzen Präsidenten?
Um diese Frage zu ergründen, werden in den USA Meinungsumfragen durchgeführt, die etwa so lauten: Wenn Ihre Partei eine insgesamt gut qualifizierte Person als Präsidentschaftskandidat aufstellen würde, die zufällig … ist: würden Sie für diese Person stimmen? Und statt der Pünktchen werden dann verschiedene Möglichkeiten vorgestellt.
Nach diesen Ergebnissen müssten sich weder Clinton noch Obama größere Sorgen machen: 86% der Amerikaner würden für eine Frau und sogar 93% für einen schwarzen Kandidaten stimmen. Das war nicht immer so: 1958 hätten nur 38% für einen Schwarzen gestimmt, 1967 - auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung - auch erst 53%. Ähnlich bei den Frauen: 1958 hätten erst 54% für eine weibliche Präsidentin gestimmt; die Quote nahm langsam zu und erreichte 1999 mit 92% ihren Höhepunkt und ist seitdem leicht rückläufig.
Nahezu völlig akzeptiert als präsidiabel sind heute auch andere Gruppen: 93% hätten kein Problem mit einem katholischen Präsidenten (1937: 60%) , 91% würden einem jüdischen Kandidaten ihre Stimme geben (1937: 46%). Mormonen und Hispanics liegen in den 80ern und sind damit auch noch einigermaßen akzeptiert.
Aber jetzt wird’s eng: Homosexuelle- igitt, sagen jedenfalls 41% der Amerikaner, nur 56% könnten sich einen schwulen Präsidenten oder eine lesbische Präsidentin vorstellen. Was aber gar nicht geht: Atheist zu sein: Für 48% unwählbar, nur 46% könnten sich einen gottlosen Präsidenten vorstellen.