E-Learning in Finnland

E-Learning ist in Finnland groß im Trend. Momentan werden Breitband-Internetverbindungen auch in ländlichen Regionen geschaffen, und es ist geplant, E-Learning in der Schule erheblich auszubauen. Bei einem Projekt geht es darum, angesichts sinkender Schülerzahlen im ländlichen Raum dennoch den Lernenden eine inhaltliche Bandbreite anzubieten, sprich auch solche Fächer, die von keinem Lehrer der ‘Dorfschule’ abgedeckt werden. Über E-Learning ist es möglich, einige Kurse auch über das Internet zu belegen; das Angebot kleiner Schulen kann dadurch erheblich erweitert werden.

So weit, so schön.

Leider steht die Diskussion über E-Learning auch in dem Zusammenhang der Schließung von kleinen Dorfschulen. Offensichtlich besteht bei einigen Entscheidungsträgern die Vorstellung, mit Hilfe von E-Learning könne man Kosten sparen und diese Schulen praktisch ersetzen. Natürlich sind kleine Schulen teuer; aber auch E-Learning ist insofern teuer, als zu den technischen Kosten viel Manpower erforderlich ist (für Autoren, Content Manager, Tutoren usf.) . Und so glaube ich, dass man Ende wenig bis gar nichts spart. Wichtiger noch: Zu meiner Vorstellung von Lernen gehört der soziale Kontext, also etwa eine Klassengemeinschaft und eine Lehrperson, die das Lernen unterstützt. Dieses Lernen kann durch E-learning ergänzt werden - aber ich bin dagegen, es durch E-Learning zu ersetzen. Auch nicht als Zukunftsvision.

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