Methodenkongress

Eher unbescheiden nennt sich der Methodenkongress, der am vergangenen Wochenende in Berlin stattfand, ‘Kongress der Superlative’. Wenn dafür ein Kriterium ist, dass die Zahl der akademischen Titel (Dr., Prof.) der Referenten größer ist als die Zahl der Referenten, dann ist eine solche Beschreibung auf jeden Fall gerechtfertigt. Ein kleines Manko: Die meisten der hoch dekorierten Pädagogik-Profs hielten es nicht für notwendig, ihre inhaltlichen Erkenntnisse darüber, wie Lernen am besten unterstützt werden kann, in die Gestaltung ihres Vortrags einfließen zu lassen. Anders gesagt: Ziemlich viel Frontalbeschallung dafür, dass es um neue Methoden gehen sollte.

Highlights waren ganz sicher der Vortrag von Reinhard Kahl - wie zu erwarten. Mit seinen Filmen zeigt er einfach, dass eine andere Bildung möglich ist. Den neuen Film über “die Entdeckung der frühen Jahre”, die McKinsey-Initiative über Elementarbildung, habe ich mir gleich gekauft. In seiner Präsentation auch ein Interview-Ausschnitt von Royston Maldoom, dem Tanzlehrer aus ‘Rhythm is it’, der zeigt, dass eine zugewandte, ermutigende Erziehung gerade keine sanfte Angelegenheit ist, sondern Jugendliche bis zum Äußersten herausfordert.

Hier noch einmal der Link zu Reinhard Kahls Archiv der Zukunft: http://www.archiv-der-zukunft.de/

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