Lernplattformen

Die gestrige Online-Sitzung über Lernplattformen brachte vor allem zwei Erkenntnisse: Erstens, auch in einem sehr professionellen E-Learning-Umfeld ist man nicht vor Verbindungsproblemen, Bandbreitenproblemen, Serverproblemen gefeit - das hat dazu geführt, dass einige TeilnehmerInnen letztendlich aussteigen mussten und für alle die Tonqualität manchmal arg eingeschränkt war. Zweite Erkenntnis, inhaltlicher Art: Lernen mit Lernplattformen wie Moodle, Ilias, ATutor oder, allgemeiner, E-Learning insgesamt kann, muss aber nicht eine innovative Form des Lernens sein. Genauso gut können Lernplattformen verwendet werden, um in sehr traditioneller Weise einfach ‘den Stoff’ ins Netz zu stellen - ohne sich über eine interessante Art der Präsentation der Inhalte Gedanken zu machen und ohne die kommunikativen und vernetzenden Möglichkeiten zu nutzen, die E-Learning prinzipiell bietet. Insofern ist die Eigenwerbung von Moodle, man folge einem ‘konstruktivistischen Ansatz’, als nicht sehr fundiert einzuschätzen, um es vorsichtig zu formulieren: Auch bei Moodle hängt es vom Instructor ab, welches didaktische Konzept (und ob überhaupt eines) umgesetzt wird.

One Comment

  1. Posted Oktober 18, 2006 at 10:18 am | Permalink

    Moin Peter,

    einen riesigen Vorteil von eLearning sehe ich darin, dass wenigstens zum Teil mal über die didaktische Aufbereitung nachgedacht wird. Viele machen zwar weiter wie bisher und gießen Fakten über den Lernenden aus, einige überdenken aber auch ihre ganze Methodik. Diese Änderungen fließen dann vielleicht auch qualitätsverbessernd in die präsenzlehre ein.
    Dies gilt natürlich besonders für Themen/ Fächer, bei denen es vorher gar keine didaktische Ausbildung gibt, also bei uns Tiermeidzinern zum Beispiel.

    Gruß, Jan

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